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Thema: Insolvenz

  1. #1
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    Standard Insolvenz

    Da hat es wieder jemanden erwischt.

    Sieben MB-Standorte und 300 Mitarbeiter. Mal schauen, ob es bald Niederlassung(en) sein werden.

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  2. #2
    Senior Member Avatar von Michael M
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    Der Werdegang der Schulz AG ist symptomatisch für das Kfz-Gewerbe und vor allem für Mercedes-Benz-Partner. Kleine alteingesessene Betriebe wurden systematisch abgeschossen, vor allem mit vorgeschobenen "unabdingbaren" Anforderungen, z.B. Neubau, grösserer Showroom, unerfüllbare Absatzzahlen etc. Die wurden dann in der Regel von anderen Vertragshändlern übernommen, wobei "Freunde des Hauses" immer eine Vorzugsbehandlung bekommen. Es gab aber auch Fälle, bei denen Händlerkollegen mehr oder weniger zu einer Übernahme gezwungen wurden. Viele dieser Übernahmen und Fusionen waren - und sind - finanztechnisch ungesund, es mussten Kredite aufgenommen werden die nur bei einer extrem optimistischen Umsatz- und Absatzplanung bedient werden konnten. Im Endeffekt scheint alles auf das Ziel hinauszulaufen, die komplette Vertriebs- und Service-Organisation zu "verstaatlichen", und das zu Kosten welche erheblich unter einer Direktinvestition liegen. Ein pleite gegangener Betrieb ist quasi wertlos wenn Mercedes-Benz nicht bereit ist, dem Aufkäufer den Vertragshändlerstatus zuzuerkennen.

    Das Automobilgeschäft ist eines der härtesten Franchisesysteme überhaupt. Aufdem Papier sind die Händler zwar selbstständige Unternehmer, dürfen aber nur das Risiko und keine Entscheidungen tragen. Man bekommt alles, aber auch wirklich alles, detailliert vorgeschrieben, ob man das nun selber für richtig hält oder nicht. Und bei jeder Weigerung oder Abweichung von den Vorgaben setzt man seinen Händlervertrag aufs Spiel!
    Grüsse aus Holland

    Michael

  3. #3
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    Dann noch das Thema Intrabrand im Vertrieb, getrieben durch die NL. Brüggemann in NRW hat das ja trefflich thematisiert und dann noch rechtzeitig den Absprung geschafft und den ganzen Laden an die MBVD verkauft.

    Der Buschfunk meldet, dass die ein oder andere NL möglicherweise verkauft werden könnte wegen Erfolglosigkeit.

    Wenn man am Ende des Jahres das erwirtschaftete Defizit duch den Hersteller glatt ziehen lassen kann, ist der unternehmerische Ansatz natürlich ein anderer. Deckungsbeiträge sind irrelevant und Stückzahl deutlich vor Ertrag.

    Ob es den Kunden grundsätzlich erfreut, halte ich für fraglich, denn der ist grundsätzlich und immer verunsichert. Wo bekommt er den billigsten Neuwagen? Die Loyalität des Privatkunden ist dabei stark rückläufig.

  4. #4
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    Hallo Ingo

    "Die Loyalität des Privatkunden ist dabei stark rückläufig"

    ??? Die Loyalität wurde mir doch bereits an der Kasse 2x abgenommen !!!

    Unverständliche Grüße

    Blacky
    vormals: 220 S/57, 230/66, 280 S/71, 280 SE/73, 280 SE/74,
    S 350 TD EZ: 1996, 248.000km (Auto ist leider 8/2003 nach Unfall verstorben)

    heute: S 211.216 (E 270 CDI)

  5. #5
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    Zitat Zitat von Blacky Beitrag anzeigen
    Hallo Ingo

    "Die Loyalität des Privatkunden ist dabei stark rückläufig"

    ??? Die Loyalität wurde mir doch bereits an der Kasse 2x abgenommen !!!

    Unverständliche Grüße

    Blacky

    Wie meinst Du das? Weil du das Gefühl hast, preislich bei Kauf eines Fahrzeugs, Ersatzteil oder Werkstattleistung übervorteilt zu werden?

  6. #6
    Senior Member
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    Ich meine das gerade die Werkstattkosten denen der Verkaufshalle entspricht, eben 2x.

    Die Freundlichen verstehen es mit Perfektion die Kosten auf ein ordentliches Niveau zu hieven.
    Z.B. die Bitte den Ölstand des AT-Getriebes zu prüfen führt zu dem Ergebnis es fehlt 0,02l (!),
    daraufhin wird ungefragt die untere Abdeckung abgeschraubt und nach Ölverlust gesucht (o.B.),
    Ergo das Prüfen des Ölstandes kostet Brutto 120 EUR.

    Ein gewünschter Wartungsaufwand wird kurzerhand ohne Absprache erweitert ("das hat der Computer
    so vorgesehen"); es werden Arbeiten ausgeführt, die lt. WIS nicht zu dem Fehlerbild passen und dort
    eindeutig als Ursache ausgeschlossen werden, usw.

    Grundsätzlich ist der annehmende Meister bei der Übergabe nicht mehr im Dienst und der andere hat von den
    ausgeführten Arbeiten im Gegensatz zum gewünschten Umfang keine Ahnung.

    Kann man natürlich gegenan Gehen, aber um mich als König Kunde zu fühlen trägt das nicht bei.
    Habe immer das Gefühl ich müsste meine Position verteidigen/einfordern.
    Natürlich steht auf der Rechnung, das mein frisch aufgearbeitetes Fahrzeug innen und außen kostenlos gereinigt wurde.

    Eigentlich Selbstschrauber, bleibt mir hin und wieder der Besuch nicht erspart (keine Zeit, oder wenn es unterwegs mal sein muß).
    Ich zahle jeweils die Rechnung und versuche weitere Besuche zu vermeiden, aber Loyalität kommt bei den Summen keine auf.

    Gruß Blacky

    PS: die Fahrzeuge allgemein entsprechen meiner Vorstellung Autos zu bauen durchaus,
    aber nicht jede Sparmaßnahme macht MICH glücklich (Mercedes vielleicht schon),
    die Rostvorsorge beim W210 ist dabei ein 'no go'.
    Geändert von Blacky (21. April 2013 um 13:12 Uhr)
    vormals: 220 S/57, 230/66, 280 S/71, 280 SE/73, 280 SE/74,
    S 350 TD EZ: 1996, 248.000km (Auto ist leider 8/2003 nach Unfall verstorben)

    heute: S 211.216 (E 270 CDI)

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