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Thema: Wie konservier man einen Motor?

  1. #1
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    Standard Wie konservier man einen Motor?

    Ein V12 mit mit Getriebe soll auf unbestimmte Zeit eingelagert werden. Als Vorsorgemaßnahme hat mir ein Fachmann empfohlen, kurzerhand den ganzen Motor mit Öl zu füllen. Also Einfüllstutzen öffnen und Öl bis oben hin hineinschütten. Über die Hydrostößel würde das Öl auch in die Zylinder gelangen, daher müsse man gelegentlich etwas nachfüllen, bis alle Zylinder voll sind (zumindest bis zum Auslaßventil). Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode, wie ich meine. Sollte der Motor einmal in Betrieb genommen werden wird ohnehin alles Öl abgelassen, aber dort, wo es war, gibt es keinen Rost. Wie ist die Einschätzung dafür?
    Reinhard

  2. #2
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    Standard

    Gruss Reinhard ich denke dass das ganze übertrieben ist.
    Und ich habe einen Vorschlag der vielleicht auch zielführend ist(abgesehen davon dass ich persönlich dir rate Bau den Restaurierten(?) Motor jetzt ein und freue dich dran und fahre den, ich hoffe du wartest nicht etwa auf Werterhalt.. Dass du einlagern willst)
    Und hebe meinetwegen einen 2. Motor unrestsuriert auf zur Teile Sicherung.

    Wenn du es aber dennoch machen willst dann stelle gleich ne ölwanne unter das Aggregat denn irgendwann saut der definitiv.
    Lieber in die kerzenlocher Öl sprühen und vielleicht die ölwanne etwas überfüllen u d die ventildeckel nur auflegen und die NW mit Öl besprühen und trocken lagern.
    Das ist doch völlig zweckmäßig.
    Aber das ding vollfüllen, dafür fehlt mir etwas der Anlass.
    Mein motor im BMW e32(V12) wurde nach 8 Jahren des Betriebs beim erstbesitzer mit 270.000 tkm in 2001 abgestellt und nach 14! Jahren in 2015 in Betrieb genommen (bestimmt war das Öl nicht gleich überall als der erweckt wurde ich war nicht dabei)
    Der hat bei mir zwar 2 neue(vom 130tkm Spender) NW bekommen aber gut.. Ob die riefen an ca 3 Nocken vom erwecken kommen ist völlig unklar.
    Jedenfalls der hat bei mir nun original 308.000 km runter und wurde nur obenrum abgedichtet(VDD, KGE, und so zeugs)
    Er läuft einfach top.
    Mach dir nicht diesen Stress,
    Sagt der kay

  3. #3
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    Hallo Kay,
    es ist derzeit so, daß der Wagen mit dem ersten Motor noch keine Hundertausend km gelaufen hat und der fragliche Motor nur als Reservemotor eingelagert werden soll in der Hoffnung, daß er nie gebraucht wird….
    Den Hinweis mit der Ölfüllung gab mir ein Mann, der selbst Erfahrung auf diesem Gebiet hat und der kein Schwätzer ist. Öl ist bei vielen Sammlern in genügenden Mengen vorrätig. Ich kenne genug Haushaltsauflösungen, wo angebrochene Ölvorräte in der Garage gestanden haben und die man kostenlos bekommen kann. Insofern ist das eine billige Methode, sämtliche Innereien eines Motors mit Öl zu bedecken. Natürlich kann man durch die Zündkerzenöffnung ebenfalls Öl einfüllen, ohne zu warten, bis es durch die Hydrostößel eingelaufen ist. Ich werde das vermutlich auch so machen.
    Eine Auffangwanne unterstellen wäre allemal keine schlechte Idee. Bleibt nur noch die Frage, ob am Getriebe auch etwas zur Konservierung gemacht werden muß.
    Reinhard

  4. #4
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    Entschuldige die Nachfrage, aber bei einem V12 Motortausch reden wir über mehrere Tausend Euro Teilekosten bei Einbau des von Dir eingelagerten Motors. Habe das selber durch. Und jetzt willst Du altes Öl von irgendwo her in den Motor kippen bis oben hin? Ich zweifel an der Aktion und an der Expertise Deines Fachmanns.

  5. #5
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    Was soll daran schlecht sein? Es wird ja kein "Altöl" eingefüllt, sondern ungebrauchtes, neuwertiges Öl, allenfalls unterschiedlicher Viskosität. Fügt das dem Motor Schaden bei? Es geht ja darum, alle wichtigen mechanischen Teile mit Öl zu bedecken, damit sich kein Flugrost bilden kann. Das Einsprühen der Zylinder durch die Zündkerzenöffnung ist für diesen Bereich auch nichts anderes, wobei dort das Öl irgendwann an der Zylinderwand nach unten geflossen ist. Wie die Nockenwellen und Ventilstößel dann nach vielen Jahren aussehen weiß ich nicht. So aber wird alles unter Luftabschluß mit Öl bedeckt, wobei der höchste Pegel vielleicht durch ein offenes Ventil gebildet wird. Bei einer Verwendung des Motors wird das Öl ohnehin abgelassen.
    Also: was ist daran schlecht?
    Reinhard

  6. #6
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    Moin Reinhard, ein Verbrennungsmotor ist von innen grundsätzlich bereits konserviert da alle Innenteile des Motors mit Motoröl benetzt sind und dieses Öl dauerhaft an allen Bauteilen haften bleibt.........................es sei denn der Motor wird ohne Zündkerzen und mit geöffneten Ventilhauben oder demontiertem Steuerkettengehäuse im Freien, ungeschützt gelagert und ist Umwelteinflüssen wie Regen oder ähnliches ausgesetzt. Dann und nur dann wird an einigen Motorinnenkomponenten die konservierende Ölschicht langsam abgespült und es kommt zur Korrosion. So etwas ist bei Motoren zu beobachten die viele Jahre z.B. bei einem Autoverwerter, teilzerlegt im Freien gelagert haben. Es wird lediglich etwas Motoröl in jedes Zündkerzenloch eingefüllt und die Kurbelwelle mit Hilfe von Werkzeug einige Umdrehungen von Hand durchgedreht um zu verhindern dass bei einer längeren Lagerung die Kolbenringe und Ölabstreifringe wegen eventuell vorhandener Ölkohle festwachsen. Das Öl löst alle Ölkohleablagerungen und alle Kolbenringe und Ölabstreifringe bleiben frei beweglich in den Kolbennuten. Die Zündkerzen müssen nach dem Öleinfüllen und dem Drehen der Kurbelwelle zwingen wieder in die Zündkerzengewinde eingeschraubt und mit vom Hersteller vorgeschriebenem Drehmoment angezogen werden. Ein Motor ist keine Fritöse und wird deswegen auch nicht vollständig mit Öl befüllt. Bei einer Wiederinbetriebnahme eines so konserviertem Motor würde dieser zum qualmenden Hochofenwerk mutieren, da nicht das gesammte Konservierungsöl ohne zerlegen und reinigen des Motors si einfach aus der Motorölwannenöffnung abfliessen würde. Folgeschäden wie z.B. verölte Katalysatoren wären sehr wahrscheinlich.

    Gruß Gerd

  7. #7
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    Hierzu vielleicht abschließend mein Kommentar.
    Ich habe noch mal mit dem Mann gesprochen, der dem Motor ein Öl-Vollbad spendiert hatte. Er sagte, ein Kollege habe den gleichen Motor wie seiner nur nach der Zündkerzenloch-Methode behandelt. Nach etlichen Jahren sollte der Motor verwendet werden. Dabei stellte sich heraus, daß im Laufe der Jahre die Hydro-Stößel leergelaufen und verrostet waren.
    Bei seinem Motor war das nicht der Fall.
    Reinhard

  8. #8
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    Moin Reinhard, dann frage den guten Mann doch mal wie das Öl an den Hydros, welches dauerhaft haften bleibt, von den Hydros abgewaschen wurde um rosten zu können. Öl bleibt immer an allen Motorinnenteilen haften und muss durch irgendeinen Umstand abgespült worden sein. Wenn Hydros leer laufen sind die Hydros immer mit einem Ölfilm benetzt und der entfernt sich nicht selbstständig. Nicht immer alles glauben und wenn etwas technisch unplausibel ist...............immer hinterfragen und mal nachdenken, ob dieses so wie das erzählt wurde technisch möglich ist............manchmal wird auch etwas verschwiegen, was z.B. das Entfernen des Ölfims verursacht hat um rosten zu können. Und..........warum rosten dann nur die Hydros und keine anderen Teile im Zylinderkopf ???????

    Gruß Gerd

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