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Thema: 722.6 Wandler Verschleiß?

  1. #1
    Senior Member Avatar von Grab
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    Standard 722.6 Wandler Verschleiß?

    Hallo Leute!

    Mich beschäftigt die Frage ob man die Lebenszeit der 5 Gang-Automaten mit WÜK nicht deutlich verlängert durch einen planmäßigen Ersatz des Wandlers.

    Warum ich auf die Idee komme?

    BMW hatte im E39 6-Zylinder Diesel ja ein Getriebe von GM (5L40E), die Getriebe sind bekannt für einen vorzeitigen Tod, der Grund:
    Die WÜK schleift unter Teillast ab ca 80-100Km/h nur mit bis sie vollständig schließt, um das zu beheben gibt es ein Zusatzsteuergerät.
    Ich frage mich nun ob es beim 140er nicht eine Ähnlichkeit in der Programmierung des Getriebesteuergeräts gibt.
    Ein Austausch-Wandler kostet € 500,- und ist ja nun wirklich keine große Investition.

    Wie seht ihr das?

    Gruß Rene!
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  2. #2
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    Hallo Rene,

    bei den 722.6ern gibt es ein viel gefährlicheres Bauteil, was bei Ableben das Getriebe zerstört. Musst du mal etwas dazu googlen, gibt es zig Seiten zu. Ein Nadellager kann sich im Alugehäuse anfangen frei zu drehen, arbeitet sich peu a peu ins Alu ein und fällt dann irgendwann in die sich drehenden Wellen. Das war es dann. Angeblich kann man vorher nichts hören oder feststellen, bei manchen ist kurz vorher ein mahlen im Stand, bzw. in D aufgetreten.

    Daraufhin habe ich meins aus Vorsorge Gründen im Sommer 2018 komplett aufarbeiten lassen, kostete ca. 2000€ und beinhaltete den Einbau eines Lagers mit Sitz, eine neue EHS-Platte, ein generalüberholter Wandler und Planetensätze. Letztlich bleibt nur das Gehäuse das "Alte". Passte mir auch ganz gut, so blieb die Getriebesereinummer passend zur Fahrzeugkarte.

    Ich habe bezüglich des Wandlers weder vorher (Wagen hat 260.000km weg) noch hinterher eine Veränderung gemerkt, Grund bei mir war wie gesagt das Lager, dessen Zustand ich nicht kannte und man dafür das Getriebe eh hätte zerlegen müssen und ein plötzlich auftretenes Phänomen, dass das Getriebe ab und zu bei Kickdown den Gang rausschmiss der Grund. Nach der Überholung ist alles wieder in Ordnung.


    Lg Benni

  3. #3
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    Hallo Rene,
    hast du denn inzwischen einen W 140 mit 5 Gang Getriebe gekauft ?
    Für mich waren die Erfahrungen mit dem 5 Gang Getriebe beim W 210 , welches schon bei 95 000 km rumgezickt hat, der Grund, einen der ersten w 140 mit dem 4 Gang Getriebe zu kaufen.
    Da kenne ich keine besonderen Auffälligkeiten.
    Grüße
    Peter

  4. #4
    Senior Member Avatar von Grab
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    Zitat Zitat von Peter500SEL Beitrag anzeigen
    Hallo Rene,
    hast du denn inzwischen einen W 140 mit 5 Gang Getriebe gekauft ?
    Für mich waren die Erfahrungen mit dem 5 Gang Getriebe beim W 210 , welches schon bei 95 000 km rumgezickt hat, der Grund, einen der ersten w 140 mit dem 4 Gang Getriebe zu kaufen.
    Da kenne ich keine besonderen Auffälligkeiten.
    Grüße
    Peter
    Ich hatte bei meinem 140er dafür Probleme mit dem 722.3 Getriebe, Modulierdruckdose, Schaltschiebergehäuse und zu guter letzt Getriebeschaden bei 160 Tkm. Wobei ich denke , dass das Getriebe einach überfordert ist mit dem Gewicht.


    Ich bin einfach der Überzeugung, dass egal welches Getriebe verbaut ist man alle 60 tkm Ölwechsel mit Spülung machen sollte und fertig.
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  5. #5
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    Hallo Rene,
    das wird bei meinen W 126 und auch dem W 140 dann auch alle 60 000 km durchgeführt.
    Nur beim W 210 war man bei DB so von sich überzeugt, das man von einer lebenslangen Füllung ausging und die Ablassschraube am Automatikgetriebe weggelassen hat.
    Lebenslang ja, aber das Leben war dann bei grob 100 000 - 150 000 km zu Ende.
    Ich hab damals die Ölwanne abschrauben lassen und es waren so viele Späne im Öl, das ich den W 210 bei 95 000 km sofort verkauft habe und dann durch einen W 126 ersetzt habe.
    Grüße
    Peter

  6. #6
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    Hallo,

    ich greife das Thema mal auf, da meine Frage ganz gut passt.
    Kann man eine defekte Wandlerüberbrückungskupplung beim Fahren feststellen? Falls ja, wie äußert sich sowas?

    Anlass zu meiner Frage ist folgender:
    Wenn ich mit meinem 140er beschleunige und ihn dabei über 3.000 U/Min drehen lasse, dann fühlt es sich jedes mal so an, als wenn sich die Leistung des Motor stufenweise steigert. Es ist kein richtiges Rucken, aber man spürt schon, dass sich die Leistung nicht gleichmäßig erhöht, sondern immer in kleinen Sprüngen. Das spürt man aber erst, wenn man ein bisschen mehr Gas gibt. Beim normalen Anfahren oder dahin Rollen merkt man es nicht. Besonders stark fällt es mit auf, wenn man aus einer geschlossenen Ortschaft auf die Landstraße fährt und von 50 auf 100 Km/h beschleunigen kann. Dann schaltet er vom 4. oder 5. Gang in den 3. Und wenn man ihn im 3. Gang dann bis 4.000 Umdrehungen drehen lässt, spürt man die o.g. Leistungsentfaltung.
    Da ich keine Erfahrung mit dem 5- Gang Getriebe habe, stellt sich mir die Frage, ob das evtl. von der Wandlerüberbrückung kommen kann.
    Vielleicht kann mir jemand ja mal kurz erklären, wie die überhaupt funktioniert. Ich kenne bisher nur die 722.3 Getriebe aus W 124, 126, 201...


    Zum Fzg:
    S320 aus 1997 mit 171 tKM

    Danke und VG
    Christian

  7. #7
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    Beim beschleunigen wird wird das Öl ja vom Pumpenrad an das Turbinenrad weitergegeben.
    Das Fahrzeug setzt sich somit durch den Ölstrom in Bewegung.
    Erst wenn die Kupplung schliesst und das Leitrad die beiden Turbinenräder koppelt, wird die Energie nicht mehr durch das Öl sondern du die festgekoppelte Kupplung übertragen.
    Ich weiss nicht ob die wük bei den Getrieben erst ab dem 4. Gang ins Spiel kommt.
    In jedem Falle ist Sie primär abhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit,nicht von der Drehzahl.
    Was Rene schreibt klingt im ersten Moment für mich auch nicht so wahrscheinlich.
    Denn die Kupplung ist eigentlich so schwach dimensioniert dass die nur wenige km aushalten würde bevor die vollkommen verschlissen ist.
    Sie schliesst auch ( normal) keinesfalls in der Phase der Beschleunigung sondern erst wenn die Turbinenräder annähernd gleich schnell drehen,der Fahrer also bei z.b. 100 kmh erstmals das Gas zurück nimmt oder nur Grad so 'hält'.
    Ist sie geschlossen, beschleunigt das Auto dann als gekoppelte Einheit (verbunden über Leitrad)
    Bei sehr viel Gas dürfte dann der Gang ja gewechselt werden (von 4 auf 3 zum Beispiel) und die Kupplung offen sein, das Pumpenrad dreht dann schneller als das (nicht per Leitrad ) gekoppelte Turbinenrad.
    Ich würde schauen ob das geruckel nicht auf den Motor zurück zu führen ist.
    Und ob dieses geruckel eigentlich bei Beschleunigung im 3. Gang und auch im 4. Oder 5.(eben ab da,wo die Wük sicher gekoppelt ist) gleich sich anfühlt.
    Aber vermutlich schaltet er dann runter und lässt si viel Gas nicht zu bei geschlossener Wük (die begrenzt ja technisch bedingt die Drehmomenterhöhung am Pumpenrad)
    Also schleifende Wük..ich bin ja auch nicht ein ganz grosser Auto "Meister" aber wie gesagt die hat eine ganz festgelegte eng begrenzte Aufgabe und die Abnutzung entsteht nur durch kleine Anpassung der Drehzahl von den beiden Turbinen wenn die schon nahezu gleich schnell drehen.
    Anfahren, Beschleunigung..beides erfolgt durch den Ölstrom.
    Beim 4g bleibt es ja natürlich immer bei Schlupf .dort dreht das Pumpenrad nie gleich schnell wie das Turbinenrad.sondern schneller.
    Ist ja bekannt.
    Also Guck Mal bei der Gemischbildung wenn das relativ weiche Ruckler sind .
    (Benzinpumpe,Filter, Lambda, ..danach dann Zündung kontrollieren.
    Kay

  8. #8
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    Hallo Kay,

    danke für die ausführliche Info!
    Die von dir angesprochenen Dinge am Motor werde ich mal prüfen.

    Was mir noch einfällt:
    Wenn ich auf ebener Fläche fahre und vom Gas gehe, fällt die Drehzahl ja ein Stück weit ab. Wenn ich dann wieder Gas gebe, kuppelt das Getriebe manchmal mit einem kleinen Ruck ein. Der ist nicht wirklich leicht zu spüren, aber man erkennt es am Drehzahlmesser: Wenn ich meinetwegen 50 Km/h fahre und vom Gas gehe, fällt die Drehzahl ab. Drücke ich das Gas dann wieder leicht durch, so dass das Auto beschleunigt, geht die Drehzahl wieder hoch, senkt sich aber dann wieder ein bisschen. Das ist so, als wenn man bei einem Schaltwagen Gas gibt, bevor man die Kupplung vollständig losgelassen hat. Es klingt jetzt nach Durchrutschen, es ist aber die ganze Zeit Kraftschluss vorhanden. Daher dachte ich, das Phänomen und diese stufenweise Beschleunigung gehören zusammen und werden von der WÜK ausgelöst...
    Vor einiger Zeit hatte ich auch mal hier gepostet, dass ich einen gelegentlichen Drehzahlabfall habe, wenn ich das Auto bergab rollen lasse. Dann sackt die Drehzahl schlagartig ab und steigt sofort direkt wieder auf die vorherige Drehzahl an. Quasi als wenn man kurz auskuppelt.
    Daraufhin habe ich mal die Drosselklappe und den Motorkabelbaum prüfen lassen. War aber alles ok. Ich habe auch dieses Teil auf Leichtgängigkeit überprüft, an das der Gasseilzug geht (E-Gas?). Das war auch unauffällig. Ich habe die Hoffnung, dass es vielleicht noch an der Platine im Getriebe liegen kann. Die würde ich als nächstes mal tauschen und schauen, ob sich was verändert. In dem Zuge wechsle ich auch die Buchse für den Getriebestecker. Wenn da Öl im Kabel ist, würde ich den Stecker am Steuergerät einmal anschauen. Wo sitzt das Steuergerät für das Getriebe überhaupt? Habe das noch nicht gefunden.

    Viele Grüße
    Christian

  9. #9
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    Ja die Drehzahl steigt dann schon an wenn man wieder Gas gibt.sollte eigentlich nicht ruckeln.
    Das ist etwas komisch.
    Zumal bei 50 km/h die Wük keine Rolle spielen sollte .
    Das andere, dass die Drehzahl etwas "springt' hab ich auch schon Mal bei einem anderen Auto erlebt .
    Das sonst unauffällig war.
    Vielleicht ein weiteres Indiz auf Gemischproblem bzw Schubabschaltung..die SA setzt ja bei einer gewissen Drehzahl (so unter 1500) aus so dass dann die Drehzahl vielleicht wieder runter geht also ein Gefühl wie auskuppeln.
    Aber so gut kenn ich jetzt nicht die 5G Getriebe ich blieb immer bewusst bei den 4G

  10. #10
    Senior Member Avatar von Grab
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    In WIS ist leider auch keine Prüfanweisung zu finden, nur das bei den Gängen 3, 4 und 5 je nach Last und Drehzahl die WÜK angesteuert wird.
    ein relativ zuverlässiges Prüfverfahren ist gemäßigt in einem von 0 auf 100 durchzubeschleunigen, dann vom Gas zu gehen und wieder drauf, so spürt man die Kupplung am besten.
    Das Problem am Verschleiß der WÜK ist, dass das Magnetventil mit einem PWM-Signal angestezert wird, das heißt die Kupplung schließt zu gunsten des Komforts mit Schlupf.
    Die GM 5L-40e in den E39 530d sind aufgrund der WÜK so einen schnellen Tod gestorben, da gibts sogar ein Zusatzsteuergerät zu kaufen um den Schlupf der WÜK zu reduzieren.
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