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Thema: Niveauregulierung gegen Standard tauschen

  1. #1
    Member Avatar von power09
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    Standard Niveauregulierung gegen Standard tauschen

    Hallo in die Runde!

    mich nervt die Wartungsanfälligkeit der Niveauregulierung an der Hinterachse. Nach 5 Jahren leckt bei mir der Stoßdämpfer und die sog. "Bulleneier" sollen ja gerade bei längeren Standzeiten auch nicht sehr lange durchhalten. Da mein W140 S420 auch recht hart federt und ich jetzt sowieso den defekten Dämpfer paarweise (= ca. 1.000 € !!) austauschen muss, ist es günstiger, jetzt auf das normale Fahrwerk umzurüsten. Dazu würde ich neue Federn kaufen, da die bisherigen zu weich sein sollen und Standard-Stoßdämpfer für hinten einbauen.
    Was aber mache ich mit der Hydraulikleitung? Kann man die irgendwo zusammenführen, sodass ein "toter" Kreislauf entsteht, um die Tandempumpe nicht zu schädigen oder kann die Tandempumpe abgeschaltet werden?
    Wie muss ich außerdem die Einstellung des Niveaus vornehmen, damit möglicherweise nicht ständig Öl gepumpt wird?
    Ich hoffe, dass mir jemand dazu Ratschläge erteilen kann.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wofgang

  2. #2
    Senior Member Avatar von blumi
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    Standard

    Aloha,
    zum Einen gilt zu bedenken, dass durch den Ausbau erst einmal die Betriebserlaubnis erlischt.
    Das geänderte Fahrwerk müsste dann von einem Prüfer neu eingetragen werden.
    Zum Anderen gibt es zu bedenken, dass unter dem Strich die neu benötigten Teile incl. Achsvermessung auch nicht gravierend preiswerter werden.
    Zumal ein Niveaufahrwerk schon eine feine Sache ist.
    Na und da koste es ebn mal paar Nötli, aber nach 20+ Jahren darf das auch mal sein.
    Man muss die Dämpfer ja nicht bei MB kaufen.
    Hier für 550 Euro 2 Niveaustossdämpfer von Sachs.
    Da fängt doch keiner an das Fahrwerk umzubauen.
    Ich wäre froh, hätte ich Niveau in meinen Dicken.
    In der 124er Limo und den Tees ist das ja zum Glück drin.
    Gruss blumi
    der jetzt hier selterner mal reinschaut

    Inge 300SE 3.2

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  3. #3
    Member Avatar von power09
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    Hallo blumi,

    du hast ja nicht unrecht, aber ich habe die komplette Sanierung (Federn, Stoßdämpfer + Federspeicher) vor 5 Jahren bei 140.000 km durchgezogen und jetzt bei 180.000 km verliert ein Niveau-Stoßdämpfer Öl. Für mich kann das nur mit der Standzeit über den Winter (bei mir fast 6 Monate!) zusammen hängen. Außerdem sind die Hydraulikleitungen hinten ziemlich verrostet, so dass ich damit rechnen muss, bei erneutem Austausch der ebenfalls bei langen Stehzeiten empfindlichen Federspeicher diverse Hydraulikleitungen auch noch erneuern zu müssen, weil die Schrauben festgerostet sein könnten oder die Leitungen auch bald durchgerostet sein könnten. Alles andere habe ich schon lange gegen Korrosion geschützt, aber bei den Hydraulikleitungen kommt mann nicht überall vernünftig dran. Somit die Konsequenz, auf Standard-Fahrwerk umzurüsten.
    Das Angebot über 550,00 € kenne ich, ebenso das Portal DAPARTO, aber ich mache die Gegenrechnung auf:

    neue Federn hinten 2 x Spidan 49831 ca. 50,00 € = 100 €
    Stoßdämpfer hinten 2 x Sachs 312782 ca. 95,00 € = 190 €
    GESAMT: 290,00 €

    Und ich habe viel länger Ruhe!

    Warum sollte die Betriebserlaubnis erlöschen?
    Warum Achsvermessung? (Wenn nötig, würden mich die 70 € dafür aber nicht abschrecken)

    Ich hoffe, dass mir noch jemand meine Fragen hinsichtlich der Zusammenführung der Hydraulikleitung und der Einstellung des Niveaureglers beantworten kann. Vielen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang

  4. #4
    Senior Member Avatar von blumi
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    Standard

    Hoi Wolfgang,
    Betriebserlaubnis erlöscht, weil die für dein Fahrzeug spezifisch ist.
    Umgekehrt das Gleiche bei Umbau auf Niveau.
    Ehe die Leitungen durchrosten, das dauert.
    und wenn die so schlimm sind, dann ist der Rest auch nicht viel wert.
    Achsvermessung, weil das Fahrzeugnieveau und die Achseinstellungen nicht passen.
    Spidan, zu weich, frag nicht woher....
    Und nur um paar Kröten zu sparen den aufriss mit der Umrüstung, würde ich mir nicht antun.
    Nichts sieht bescheidener aus, als ein beladenes Auto, das hinten in den Knien hängt.
    Und vom Fahrverhalten wollen wir erst gar nicht reden.
    Wenn du den Rest (Bulleneier usw. eh schon gemacht hast, dann ist da erstmal Ruhe.
    Leitungen grob (wichtig, wegen dem Umwandlungsprozess vom Leinöl) entrosten, Leinöl drauf und nach 4 Wochen bissel Unterbodenschutzwachs oder Vaseline oder Sanders drüber.

    Niveaupumpe abklemmen geht nicht, wenn dann ne andere Pumpe oder einen kurzen Bogen, was aber sinnfrei ist,
    wegen sinnloser Ölumwälzung.
    Hat der ASD?
    Dann geht das auch nicht so einfach.
    Und dann müssen noch die alten Leitungen weg, sonst fragt der Prüfer wieder.

    Meine ganz persönliche Meinung,
    danach ist das kein S-Klasse mehr.
    Und wer beim Fahrwerk anfängt zu sparen, der sollte überlegen ob er das Auto noch unterhalten kann.
    Gruss blumi
    der jetzt hier selterner mal reinschaut

    Inge 300SE 3.2

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  5. #5
    Member Avatar von power09
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    Hallo blumi,

    danke für deine Ausführungen, aber ich würde mich nunmehr über andere Kommentare hinsichtlich der Machbarkeit sehr freuen.

    MfG
    Gerwin

  6. #6
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    Standard

    Hi Gerwin,

    Spidan? Nicht Dein Ernst? Nimm dann aber immer eine Kotztüre mit, weil die Fuhre dann schaukelt und in langgezogenen Kurven auf der BAB kaum auf der Straße bleibt. Ich hatte versehentlich diesen Rotz mal in meinem 400 SEL drin, weil eine hintere gebrochen war, das habe ich nach 1 Woche bitter bereut, die Dinger zurückgegeben und die Originalen in Verstärkter Ausführung reinmachen lassen. Ich wurde (fast) alles dafür geben wenn mein aktueller 500 L eine Niveau hätte, die hatte ich mal im 600er drin. nichts besseres, nicht so aufwändig wie das ABC Fahrwerk aber deutlich mehr Komfort und vor allem immer dasselbe Niveau. Die Bulleneier kann man umbauen, dann lassen die sich ohne ausbau bei Bedarf neu mit Stickstoff füllen.(http://www.federkugel.de/) Gegen siffende Dämpfer...probier mal Lec Wec von Chambers, hau da mal ca 50ml davon in den Niveau Ölkreislauf. Bei meinem Winter 4 Matic 124 mit Niveau hat das Zeug alles Dicht bekommen, von der Servolenkung über das Getriebe bis zum Verteilergetriebe. Probiers aus, kostet um die 25,--, also ein Versuch isses allemal wert, die Jauche reinschütten und ca 14 Tage fahren und (hoffentlich) feststellen, dass das Dämpferlein wieder dicht ist. Mein 129er hatte massivsten Ölverlust am Wandler, da war der KW Dichtring platt, Lec Wec rein und fast komplett trocken, jedenfalls nur noch TÜV konforme "leichte Ölfeuchte am Getriebe" vorher nixo Plaketto, "Getriebe stark Ölfeucht".

    Gruß Jens
    Geändert von lessname (26. May 2016 um 13:19 Uhr)

  7. #7
    Member Avatar von power09
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    Standard

    Hallo Jens,

    da stecken doch einige interessante Infos in deiner Mitteilung. Hinsichtlich SPIDAN kann ich deine Erfahrungen zunächst nicht bestätigen. SPIDAN ist baugleich mit SACHS und liefert in die Erstausrüstung. Deshalb waren sie bereits meine Wahl für die komplette Erneuerung der Federn vorne und hinten bei meinem W210 E 200 CDI (01/2002) und meinem W140 S420 (10/1994). Mit beiden Autos habe ich die von dir geschilderten Probleme nicht. Entscheidend ist hier sicher u. a die wirklich exakte Zuordnung der Federn zu den Fahrzeugen und ihren Sonderausstattungen. Während der W210 absolut problemlos fährt , ist der W140 einfach zu hart. Das wird aber mit den Niveaudämpfern bzw. noch eher mit den Federspeichern zusammen hängen. Daher ist dein Tip (www.federkugel.de) sicher "Gold" wert.
    LECWEC ist auch von mir schon erfolgreich in Servolenkung und Differential verwendet worden. Es erhöht aber auch bei vorschriftsmäßiger Verwendung (3%) die Viskosität. Da unser Hydrauliköl aber das wohl dünnflüssigste Öl überhaupt ist, weiß ich nicht, ob es dadurch Probleme geben kann. Hast du es definitiv schon dem Hydrauliköl der Niveauregulierung beigemischt und damit Leckagen ohne Nebenwirkungen beseitigen können?

    MfG
    Wolfgang

  8. #8
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    Standard

    Hi Wolfgang,

    ja habe ich, eben am 300 TE 4 Matic, die Beimischung ist m.E. unkritisch da ja nur 3%, bislang sind alle Aggregate dauerhaft dicht. Ich habe das erstmals vor sicher 15 Jahren an meinem Motorrad verwendet, die hat an der Lichmaschine (Kurbelwellendichtring) stark geölt, dadurch kam es immer zu Störungen an der Zündanlage. Die Rep. hätte nicht gelohnt, so hat mir mein damaliger Honda Händler zu Lec Wec geraten, und ich hatte damit Erfolg. Aktuell ist das auch im 140er drin, da hat die Lenkhelfpumpe ordentlich geseucht, hat allerdings was länger gedauert bis die dicht war, so 3 Wochen. Aber bislang trocken, ich meine 25€ ist einen Versuch wert, die Spidan Federn könnten auch die falschen gewesen sein, jedenfalls war das viel zu weich. Gut auf Hoppelpisten, aber auf der BAB mit Bodenwellen kriminell zu fahren, insbesondere mit 4 Personen und Gepäck. Wie gesagt, ich würde es mal riskieren und Lec Wec reinschütten. Wenns nix hilft, halt Pech gehabt....passen die Dämpfer zufällig vom 124er auch? Da hätte ich noch gute zu liegen....

    Gruß Jens

  9. #9
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    Standard

    Wolfgang...ich vergaß zu erwähnen, dass auch die Verdeckhydraulik (auch dünnflüssigste Pampe) vom 129 im Alter (Bj 1992 und knapp 600.000km) zu diversen Undichtigkeiten geneigt hat, ich hatte schlicht und ergreifend keinen Bock den Mist zu zerlegen da habe ich auch Lec Wec reingeschüttet, das war 2013, bis heute alles 100% dicht. Ich meine da ist richtig Druck drauf so 150bar, und wenns wieder seucht, dann halt neue Steuerzylinder, aber dann habe ich wenigstens noch 3 Jahre rausgeschunden.

    Nicht dass der Eindruck entsteht, ich wär im Vertrieb von Lec Wec....es ist Überzeugung von der Jauche, keine Ahnung was die da für Tierchen drin haben, aber die strengen sich an, wirklich ALLES zu dichten.
    Verteilergetriebe am 4 Matic ist mein Paradebeispiel, da läuft gerne Hydrauliköl ins Getriebe am Steuerschieber, Rep kostet unter Freunden leicht einen Tausender. Problem ist, dass dann der Ölstand im Getriebe so weit steigt,dass bei BAB Fahrt alles aufschäumt und dann zur Entlüftung rausgedrückt wird, mit Glück qualmts dann nur, da das Zeug auf den Auspuffrohren vorm Kat landet, mit Pech fackelt die Karre ab....
    wie gesagt ich habe auch im Differential und Getriebe das Zeug drin und seit ca 6 Jahren einen konstanten Ölstand, man kann es nicht glauben, aber ist so...

    Gruß Jens

    Gruß Jens

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