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Thema: W215 600 Coupe Biturbo

  1. #1
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    53

    Standard W215 600 Coupe Biturbo

    Hallo Leute.
    Ich spiele mit dem Gedanken mir einen W215 600 Coupe Biturbo zuzulegen. Da ich über dieses Modell noch wenig weiss möchte ich mal ein paar Fragen in die Runde geben. Vielleicht gibt es ja jemanden der dieses Auto bereits hat und entsprechend kennt.
    1. Worauf muss ich beim Kauf achten? Ich will das Auto als Sammlerstück erwerben und nicht zum alltäglichen Gebrauch.
    2. Ist die Qualität schlechter als beim W140 S600 Coupe?
    3. Was wäre ein angemessener Preis für den Gesamtzustand 2?
    4. Ist die Technik ausreichend zuverlässig um das Auto über einen längeren (vieljährig) Zeitraum aufzuheben?

    Danke im Voraus für eure Antworten
    Reinhold

  2. #2
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    Standard

    Hallo Reinhold,

    Achte auf Rost, ist auch bei diesem Modell ein grosses Problem. (Innenkottflügel hinten, dachbereich unsw.)
    Die Qualität ist schlechter weil Mercedes sparen wollte. (am falschen Ende)

    Gruss,

    Edwin
    Mercedes Benz 300SE 3.2 Modelljahr 1991 Bj.11-1990, SL350 W230 2004. 220CE W124 1992, Audi TT Roadster 2008, Audi TT QP 2007,Lexus LS400 1997, Porsche 911 RS 1973, Porsche 914-6 GT 1970.

  3. #3
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    Moin,
    600er Biturbo ist Facelift ab 2003 und somit schon eine Verbesserung. (Meine Empfehlung ab 2004)
    Rost ist ab Facelift nicht mehr so schlimm, dennoch nachschauen lohnt denn vor Facelift gabs große überraschungen.
    Qualität ist mit dem Facelift erheblich gestiegen und meiner Meinung nach auch über dem W140 da beim 600er alles mit Leder bezogen ist und sich die Knöpfe und Schalter verbessert haben. (Vor Facelift waren es die gleichen wie im W202, geht gar nicht in dem Preissegment, als ob Daimler die letzten reste weg haben wollte).

    Nun zu den 2 Wichtigsten und auch teuersten Punkten bei dem Modell.
    Punkt 1 Zündmodule:
    Die Zündmodule gehen gerne mal fritte, problem hierbei ist jede Bank hat ihr eigenes Modul welches bei Daimler ca. 1300€ kostet (gebrauchte liegen bei etwa 600€ jedoch kann man dabei nicht sagen wie lange es hält).
    Die Module gehen auch unabhänigkeit der KM Kaputt sondern eher mit dem Alter, daher schau nach ob diese mal erneuert wurden, falls noch nicht dann weißte mit was dich der wagen eines Tages überrascht.

    Punkt 2 ABC Fahrwerk (Serie beim 600er):
    Daimler sagt es sei Wartungsfrei (Ein geschlossenes System welches mit Öl funktioniert und in dem sich auch feine Späne abreiben soll also Wartungsfrei sein, daher machen wir auch nur aus bloser Langeweile Motor und Getriebe Öl wechsel), wenn der Kunde es nicht ausdrücklich in Auftrag gegeben hat dann wird das System nie Gespült bzw. das Öl erneuert, vielleicht mal der Filter.
    Problem hierbei ist das du eine Zentrale Pumpe hast, jede Achse nochmals eine Ventileinheit und jeder einzelne Dämpfer ebenfalls darunter zu leiden hat wenn uralt Öl darin ist.
    Pumpe ca. 1400€
    Ventileinheit ca. 700€ (2Stück haste)
    Federbein ca. 1300€ (davon sind 4 da ;-)
    Du solltest auf jedenfall bevor du den Wagen überhaupt bewegst mal nach Schauen im Ausgleichsbehälter (Vorne Rechts im Motorraum) in welchem Zustand das Öl ist.
    Leicht Grün wäre super da dann das Öl gewechselt wurde (Natürlich schauen ob es regelmäßig gemacht wurde ca. 30.000km)
    Braun ist nicht toll aber mit einem schnellen wechsel des Öls kannste noch einiges retten bis hin glück haben das du keine Probleme haben wirst, solange du es weiter Pflegst.
    Schwarz bis hin verbrannter Geruch ist ein Indiz das noch nie etwas gemacht wurde und man sollte sich sicher sein ob es das Abenteuer lohnt.

    Sonstiges kann natürlich immermal kaputt gehen wie Massagesitze ohne Funktion oder Distronic ohne funktion, jedoch sind das Probleme die nicht schön aber aufschiebbar sind, die von mir aufggeführten Punkte sind mit die teuersten und auch für das Stehenbleiben verantwortlich.

    Die von mir genannten Sachen können zu Problemen führen, müssen aber nicht. Jedoch würde ich speziel darauf achten, denn man muss es ja auch nicht provozieren. Bevor hier jemand rein schreibt und meint das er nach 400.000Km keine dieser Probleme hatte.


    Gruß Patrick

  4. #4
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    Ich danke dir Patrick und bin gespannt was auch andere Kenner dieser Baureihe dazu sagen werden.
    Reinhold

  5. #5
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    Servus,

    beim C215 (C steht für Coupe, W ist die Bezeichnung für Limousinen) war das ABC-Fahrwerk Serie. An das massive des 140er (1991-1994) kommt das Fahrzeug nicht mehr ganz ran. Ist ja ein Derivat des W/V 220.
    Der Motorraum ist mit dem V12 und den zwei Turbos komplett zugebaut, wenn da ne 10er Nuss runterfällt..., die ist weg.;-)
    Als Sammlerstück würde ich Dir den CL 65 AMG (612 PS, 1000 Nm) ans Herz legen. Davon sind nur sehr wenige gebaut worden. Der hat mal richtig Feuer.

    Gruß Stefan
    Geändert von Kathedrale (7. May 2015 um 23:02 Uhr)

  6. #6
    Member Avatar von Mirza140
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    Das mit dem Rost stimmt nicht, der C215 hat eine Aluminium Karosserie der W220 hingegen nicht!

  7. #7
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    Kleine Anmerkung, es handelt sich um eine Karosserie in Mischbauweise.
    Der Vorbau, Hauptboden und Heckwagen (Bodengruppe) sind aus Stahl wie beim W/V 220. Der Rest ist aus Aluminium und Kunststoff.

  8. #8
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    Hallo,

    der zugebaute Motorraum kann schnell zur extremen Geldfalle werden. Wenn irgendwas an einem der Turbolader sein sollte, muss dafür der ganze Motor raus. Da bist Du bei etlichen tausend Euro, bevor irgendwas repariert worden ist.

    Der Biturbo macht allerdings mächtig Spaß. Ich bin ihn letztes Jahr mal im 221er probe gefahren. Bei vorsichtiger Fahrt ist das Auto unauffällig. Das Hydraulikfahrwerk ist im Vergleich zum 140er recht hart, aber naja ... Trittst Du das Gaspedal kräftig, bleibt Dir die Spucke weg. Aber es gibt extrem viele Fehlerquellen ...

    Viele Grüße
    Kai
    Ein Auto ohne Stern auf der Haube ist nur ein Auto.

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