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Thema: Zündschloß - Anlassschalter defekt -----> Reparatur

  1. #1
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    Standard Zündschloß - Anlassschalter defekt -----> Reparatur

    Moin,
    mein Dicker sprang gestern nicht an, nach mehreren Versuchen dann doch, dann wieder nicht .....
    Erkenntnis : wenn er nicht ansprang dann leuchteten auch alle Kontrollampen im KI nicht bzw umgekehrt.
    Nach einiger Suche hier im Forum war klar : Anlassschalter defekt , Teilenummer A129 545 0204.
    Erstmal ausbauen das Teil.
    Vorweg : ich kann mich nicht nicht damit zufrieden geben, wenn erzählt wird : das kann man nicht reparieren, also gucken. Da hier einige wertvolle Hinweise fehlten, wollte ich das schnell niederschreiben bevor ich es vergesse. Fotos habe ich leider nicht gemacht.
    Erstmal die Verkleidung unterm Arm.brett ab : 3 Schrauben vorne ( dabei eine unter dem Handbremslösehebel ), eine links im Lüfterkanal, 2 Stück direkt unten neben der Lenksäule und eine links neben dem Gaspedal.
    Dann die Verkleidung Zündschloß : was ich zuerst nicht erkannt habe ist, das der Ring um das Schloß ein Gewinde hat. Also den Plastikring linksherum abdrehen. Dahinter sitzt das Gegenstück inseitig am Arm.träger.
    Unten am Zündschloß/Anlassschalter ist ein dicker Stecker mit dem allseits bekannten Schiebeverschluß. Erst ein Stück nach hinten schieben und dann den ganzen Stecker abziehen.
    Danach mit einem 13er Maulschlüssel den seitlich eingeschraubten Bowdenzug / Kontaktschalter vom Zündschloß lösen. Sitzt rechts zur Heizung hin. Wegnehmen.
    Am Ende des rohrförmigen schwarzen Anlassschalters sitzt rechtwinklig die Lenkradsperre ( Metall ) . Diese ist in einer eckigen Aufnahme in die Lenksäule geschoben.
    Der Zündschlüssel wird nun auf Stellung 1 gedreht und bleibt da erstmal. So lässt sich nun die Spezialschraube lösen die die Lenkradsperre an der Lenksäule hält ( 10 mm Schlüssel ) Mutter ab und die Schraube nach oben herausnehmen.
    Wenn diese Schraube heraus ist, kann man die ganze Einheit ( Zündschloß, Anlassschalter, Lenkradschloss ) etwas fummelig unten heraus ziehen und bequem auf die Werkbank legen.
    Die metallene Lenkradsperre kann man selbsterklärend vom Schalter abnehmen. ( 2 Bolzen hineindrücken )
    Den Anlasschalter kann man aus dem rohrförmigen Gehäuse herausnehmen indem man eine federbelastete Nase über den Steckverbindungen eindrückt und den ganzen Schalter vom Schloß weg herauszieht. Jetzt ggf einen neuen Schalter einsetzen - aber das mag ich nicht.
    Den herausgenommenen Schalter kann man leicht öffnen indem man eine halbrunde Klappe ( die in 4 Nasen steckt ) abnimmt.
    Darunter liegen die Kontakte.
    Bei mir war zumindest alles sauber. Interessant : mein Wagen ist Bj 1991 , der Schalter Bj 1993 - also nicht der erste.
    Mittels Durchgangsprüfer im Multimeter habe ich dann alle Kontakte nachgemessen und den Schalter ( entsprechend der Schlüsselstellungen ) durchgeschaltet. Sofort zu sehen : ein Kontakt hatte keinen Durchgang. Diese Kontaktzunge habe ich etwas nachgebogen ( mittels Minizange ) und alles war wieder Schick. Da die Kontakte einwandfrei aussahen, gehe ich davon aus das der Plastiknocken der Schaltwalze abgenutzt war . Möglicherweise keine Lösung für die nächsten 23 Jahre, aber ok.

    Dann eigentlich nur der Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge. Am meisten ärgerte mich dabei der Kontakt / Bowdenzug des Schalthebel den ich erst nach 50 Versuchen wieder ins Zündschloß gefummelt und geschraubt bekam - habe keine Chirurgenhände


    Noch eine Anmerkung zum Lenkradschloß : ich habe mehrfach gelesen das alles verloren wäre wenn man im ausgebauten Zustand die Schloßstellung verändert etc . Dem ist nicht so.
    Wenn die Lenkradsperre ausgelöst hat / ausgefahren ist und man es ( wg Auseinandergenommen ) vermeintlich nicht mehr zurückstellen kann - dann gibt es doch eine Lösung. Dort wo die beiden "Bolzen" ausfahren um die Lenkung zu blockieren ist ein winziges ( 2mm ) Loch. Wenn man dort einen dünnen Draht / Schraubendreher reinsteckt kann man die Sperre wieder in Nullstellung entriegeln. Einen Schraubendreher da hineinstecken wo normal der Stift des Anlassschalter reingreift und in passende Position drehen - die Bolzen gehen zurück.

    Will man ( aus welchen Gründen auch immer ) den Zündschlüssel während der Demontage abziehen , muß man mit einen Stift etc in das Loch drücken in welches der Bowdenzug eingeschraubt ist - hier wird entriegelt.
    Das muss man auch tun wenn man den neuen / überholten Anlassschalter wieder in den rohrförmigen Träger einsetzt.

    Alles in allem eine nicht so schwere Arbeit die einiges an Geld spart und interessant ist.
    Was mich wirklich stört : im Gegensatz zum W126 scheint es wirklich so zu sein das man den Schließzylinder nicht vom Anlassschalter trennen kann ohne die umliegende Stahlhülse zu zerstören.
    Blöde Konstruktion, zumal die Hülse anscheinend teuer ist.

    Gruß
    Roger
    Geändert von RKV (17. November 2014 um 18:38 Uhr)

  2. #2
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    moin

    Danke für den Bericht

    Ciao Meinhard

    PS : Was einmal zusammengefügt wurde kann man auch zerlegen ... man lernt nie aus
    ... EX S 300 2.8
    ... EX Volvo 480 Collection ganz anders ...
    ... EX A Klasse A190
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  3. #3
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    Hallo Roger,

    hab DANK für deinen umfangreichen Bericht.
    - tolle Arbeit -

    Gruß Blacky
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  4. #4
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    Hallo Roger

    Also geht das so wie Ich es auch vorhabe die ganze Einheit raus und dann kann auch das Schloss nicht einrasten

    Ich muss es ende der Woche beim R129 machen die Teilenummer von dir ist die Selbe
    Gruß Sven
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    Investitionen;Steuerkette Gleitschienen neu 2012 Servopumpe neu 2012 Motorkabelbaum neu 2013 Motorlager neu 2013 Stoßstange hinten neu lackiert 2013

  5. #5
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    Moin Sven,
    ja das ist richtig. aber - wie geschrieben - ist es nicht schlimm wenn das Schloss einrastet bzw sperrt.
    Gruß
    Roger

  6. #6
    Senior Member Avatar von W140 420
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    Roger es ist aber nur dan nicht schlimm wenn das Lengradschloss nicht mehr an der Lenksäule ist wenn das Schloss ohnee Zylinder an der Lenksäule einrastet aber schon
    Gruß Sven
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  7. #7
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    Moin Sven,
    das ist natürlich richtig.
    gruß
    Roger

  8. #8
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    Aha!
    Eine Reparatur die in letzter Zeit anscheinend in Mode kommt.
    ... und "Zeit"scheint auch das Stichwort zu sein, es scheint deren Zahn zu sein, die an den Bauteilen nagt.
    Grüße aus der Baustellenhaupt- und Fächerstadt

    Peter 500SEC

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