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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ethanol Betrieb



goldnacht
12. May 2009, 13:49
Hallo,

suche habe ich schon benutzt, aber bin aus den Resultaten nicht wirklich schlau geworden. Kann man den S600 (EZ'95) mit Ethanol fahren oder ist dies nicht empfehlenswert? Schadet das Ethanol den Dichtungen/Gummischläuchen oder nicht. Wie sieht es mit dem Alu des Motors?

Fahren würde ich wenn überhaubt nur im Mix, da ich keine Umbauten vornehmen möchte, also max ca 50% E85 der Rest Benzin.

Nun die Frage ist es problemlos möglich, oder davon abzuraten???

Lieben Gruß

Matthias

Henri
25. May 2009, 18:45
Originally posted by goldnacht@12 May 13:47:28 2009
Nun die Frage ist es problemlos möglich, oder davon abzuraten???

Lieben Gruß

Matthias
Hallo Matthias!

Es ist problemlos möglich, und es ist davon abzuraten.

Zu Ihrer Signatur

ZitatZitatbeginn
Ich habe Dinge gesehen,die Ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Ich sah C-Beams glitzern, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen...Zeit zu sterben.
ZitatZitatende

möchte ich anmerken, daß ich den Film auch (als) recht eindrucksvoll (emp)fand.



Grüße


Henri

goldnacht
25. May 2009, 18:49
Hi,
nochmal eine kurze Frage, warum ist davon abzuraten, wenn es doch problemlos möglich ist?

Danke schonmal für Antworten.

Gruß
Matthias

Papamobil
25. May 2009, 22:32
Grüß dich Matthias,

frag´ doch mal hier nach: cartronic (http://www.cartronic-motorsport.de/cartronic_bioethanol.php)

Olli (Faber) aus Berlin hat mich vor ca. ´nem halben Jahr auch mal auf das Thema E85 aufmerksam gemacht.
Ich halte das nicht für das schlechteste..

Gruss, Uwe

PS: Hoffe du kommst voran mit deiner DA?

Henri
26. May 2009, 12:47
Originally posted by goldnacht@25 May 18:47:42 2009
Hi,
nochmal eine kurze Frage, warum ist davon abzuraten, wenn es doch problemlos möglich ist?

Danke schonmal für Antworten.

Gruß
Matthias
Hallo Matthias!

Es ist problemlos möglich, da der Motor durch den Sprit nicht kaputt geht.
Es ist davon abzuraten, weil die Dichtungen möglicherweise nicht so lange halten, wie es normalerweise der Fall sein könnte. Und wer hat schon Lust, alle soundsoviele Jahre vorsorglich alle Dichtungen zu tauschen........

Grüße


Henri

goldnacht
26. May 2009, 14:24
Hallo Henri,
danke für die Erklärung. Gerade die Dichtungen sind ja meine große Sorge.
Ich hatte mal ca E20 versucht, der Verbrauch geht bei meinem 12er aber explosionsartig nach oben, so dass es sich rechnerisch auch nicht wirklich lohnt, diesen zu verfahren, dann doch lieber auf eine andere Weise vernichten ;-)

Gruß

Matthias

123toni
26. May 2009, 20:54
Hallo.

Da möchte ich doch auch mal meinen Senf dazugeben;-)

Ich fahre meinen 500er schon seit einigen tausend Kilometern hauptsächlich mit E85 und kenne auch einige Leute die dieses schon länger machen. Von mehr Undichtigkeiten als bei Benzinfahrern habe ich bisher noch nicht gehört. Ganz im Gegenteil, ich habe letztens eine Verträglichkeitsstudie irgendwo gelesen die besagt, dass außer Aluminium die meisten im Auto verbauten (relevanten) Materialien besser auf Ethanol verträglich sind als auf Benzin! Ich mache mir deswegen auch keine Sorgen. Die probleme mit der Benzinpumpe, die häufiger auftreten hängen mit der höheren Anforderung zusammen, da Ethanol einen konstant hohen Druck erfordert. Die Verschleißerscheinungen sind aber normal bei der Pumpe, fallen im Benzinbetrieb nur nicht so ins Gewicht.


Zu empfehlen ist jedoch unbedingt ein Zusatzsteuergerät, wie sie z.B. fuelcat anbietet, damit die Einspritzzeiten dem E85 angepasst werden. Dadurch wird der Mehrverbrauch minimiert: bei mir sinds so ca. 17, statt 14-15 Liter Verbrauch, dafür aber ein wenig mehr Leistung und der deutlich geringere Literpreis.

Grüße, Andreas

goldnacht
9. June 2009, 11:56
Hallo,
Danke für die Antworten.
Bzgl. einer möglichen Umrüstung habe ich folgende Fragen:

in einer Reportage (à la Auto-Motor-Sport) habe ich über ein Umrüstgerät gehört, welches das Kraftstoffgemisch selber erkennt, und die Zündung entsprechend anpasst. Im Internet bin ich bisher nur auf wiedersprüchliche Quellen gestoßen (bei Fulcat steht, das dieses nicht möglich sei....). Einen Schalter mit irgendwelchen LEDs würde den Innenraum ziemlich verschandeln.

Teils wird für 12 Zylinder Motoren nichts angeboten. Hat jemand Erfahrungen mit einem guten und serösen Umrüster?

Hatte mich mal wg Umbau auf LPG informiert, ist aber beim 12 auch nicht wirklich zu empfehlen und sprengt auch so ziemlich jedes Budget (2 6-Zylinderanlagen... etc...)

Gruß

Matthias

123toni
10. June 2009, 19:05
Bei Fuelcat steht meiner Meinung nach, dass sie selbst so ziemlich die einzigen sind, die mit Hilfe eines Sensors(hab ich auch schon liegen, aber noch nicht verbaut) in der Vorlauf-Spritleitung die Gemischzusammensetzung erkennen können und danach steuert das Steuergerät automatisch die Enspritzzeiten. Somit würde ein evtl. Schalter auch entfallen, bzw. so wie bei mir reicht es auch, den Schaler im Motorraum für Notfälle zu haben, ohne dass man irgendwas im Innenraum sehen kann.

Umrüster kenn ich nur einen hier in Hannover, aber ich habs trotzdem selber gemacht. Ne Stunde fummeln, schon war das Gerät drin.



Grüße, Andreas

goldnacht
10. June 2009, 19:14
Hallo Toni,

habe mich mit denen schon in Verbindung gesetzt. Diese würden mir den King + Sensor empfehlen.
Mal sehen, finde die Sache eigentlich ganz interessant mit Alc zu fahren.
Zur Zeit sieht meine Prioritätenliste aber anders aus:

Motor-Kabelbaum
Fahrwerk hinterachse teils sehr hart (vermutlich sinds die Federspeicher)
Dannach sehe ich weiter.

Die Überlegung mit Alc ist aber nicht vom Tisch, finde ich interessanter als LPG....

Gruß

Matthias

heikow140
10. November 2010, 01:47
Hallo,

ich beschäftige mich beruflich mit der Thematik Bioethanol E85 und habe auch schon verschiedene Anlagen getestet. Leider gibt es aus meinen Erfahrungen derzeit kein Steuergerät welches ich für Fahrzeuge vor 2001 und ohne OBD 2 Diagnose empfehlen kann. Die meisten Hersteller machen Versprechungen die sie nicht halten können und haben sich nicht mit der Materie nicht auseinandergesetzt und sind nur auf schnellen Profit aus (im Impressum steht meistens Ltd. keine Haftung).

Das Bioethanolsteuergerät muss prinzipiell nur zwei dinge können.
1. Bioethanol hat einen geringeren Energiegehalt als Benzin um ca. 30%. Dieser niedrigere Energiegehalt muss durch eine Mehreinspritzmenge ausgeglichen werden. Das erreicht man durch eine Verlängerung des Einspritzzeitfensters oder Erhöhung des Benzindrucks. Beispiel: Wenn die Antaktung im Benzinbetrieb 15ms beträgt, dann muss bei gleicher Motortemperatur, Last und Drosselklappenstellung das Einspritzventil um eine Zeit verlängert werden, die über 15ms liegt. Das Seriensteuergerät kann den niedrigeren Energiegehalt nur in geringeren Bioethanolkonzentrationen ausgleichen. Wenn wir also ohne eine Umrüstung des Fahrzeuges mit E85 pur Fahren würden, dann würde der Motor anfangen zu ruckeln, da das Motorsteuergerät ein unplausibles Lambdasignal erhält, das im Verhältnis zu den anderen Signalen für die Gemischaufbereitung unplausibel ist. Die Beimischung von Bioethanol E85 ist von der Motorelektronik und Jahreszeit abhängig und kann bis zu 75% betragen. Nach meinen Erfahrungen sind immer 30% drin. Viele Geräte haben einen Umschalter der das Einspritzzeitfenster einfach um 30% verlängert. Diese Steuergeräte werden hinter das Ausgangssignal der Einspritzventile geschaltet und wir können das Fahrzeug mit Bioethanol betreiben. Diese Technik kommt aus Brasilien und hat dort seit 30 Jahren Tradition. Hier in Mitteleuropa haben wir aber andere Anforderungen an:
Abgaswerte (ich darf als Autofahrer nicht über einen Umschalter aktiv in das Abgasverhalten meines Fahrzeuges eingreifen), Verbrauch (diese Geräte amortisieren sich nicht wirklich, da der Spareffekt nur durch ein Prozessorgesteuertes Gerät erreicht werden kann, welches über Lambdaadaptionswerte den Mehrverbrauch minimiert) und die zweite Sache die das Steuergerät können muss ist ein guter Kaltstart.

2. Bioethanol hat einen anderen Gasübergang als Benzin der im Kaltstart nachteile gegenüber Benzin hat. Läuft der Wagen einmal wandelt sich dieser Nachteil zum Vorteil und wir haben eine um ca. 50-100 Grad geringere Abgastemperatur bei gleichem Lambdawert! Die oben genannten Boxen aus Brasilien funktionieren dort Fantastisch, da die Temperaturen in den Tropen selten unter 10 Grad liegen. Jeder der bei Nieselregen und 5 Grad Außentemperatur es geschafft hat, die Karre mit einem analogen Gerät ans laufen zu bringen, weis wovon ich spreche. Im kalten Zustand muss eine erhebliche Mehrmenge an Bioethanol eingespritzt werden die über die üblichen 30% weit hinausgehen. Des Weiteren macht es auch noch sinn, die Antaktung des Einspritzzeitfensters zu verschieben.

Das Thema E85 Bioethanol ist wirklich nicht einfach und ich hoffe einige Fragen geklärt zu haben.

P.S für K und KE Jetronic Fahrer last die Finger von dem Zeug

hugi10
30. December 2010, 13:26
Hallo mein Freund

seit 3 Jahren bin ich auf Rechreche bezüglich GAS im meinem Auto !!
Das wäre ein MD 500SEL 1993 !! Habe ein Taxibetrieb !!

Fest steht bis heute Dez.2010 was überhaupt NICHT in Frage kommt !!

1.) ERDGAS ist ein Totaler Betrug !!

Warum : Das Fahrzeug verbraucht ca. 45% mehr Erdgas als zum
beispiel Autogas !! Autogas hat mit der heutiger Technik
KEINE nennenswerten Unterschiede mehr zum Benzin !!
Kann somit problemlos zwischen Benzin und Gas umgeschalten werden!

Dazu kommt noch der Umbau kostet 60% mehr !! Bei Fahrzeugwechsel
kommt erneut ein neuer Einbau dazu -> bei Autogas ist es nur ein Umbau !

Bei anderen Stoffe ist es die gleiche Sache ....

MFG. Hugi10

123toni
22. January 2011, 11:50
Da ich schon länger mit E85 fahre, also mit dem fuelcat king, kann ich nur sagen, dass wenn die Anlage läuft(Temperaturen ab 10C° vorausgesetzt), alles wunderbar ist. Es gibt einen Mehrverbrauch von ca. 3L und der Motor läuft wunderbar rund(was er übrigens auch tut, wenn ich E85 fahre und mal vergessen hab, Das Steuergerät einzuschalten). E85 ohen Steuergerät zu fahren, ist natürlich nicht besonders ratsam, da es zu unkontrollierten Zündungen kommen kann, bedingt durch die deutlich höheren Oktanwerte von ca. 110.
Beim Kaltstart gibt es zugegebener Maßen eine Schwachstelle im System, die den einen oder anderen ermutlich stören wird. Mir aber ist es ziemlich egal, wenn der Anlasser 1oder 2 Sekunden dreht, bevor der Motor anspringt.
Im Großen und Ganzen fahre ich also 8Monate im Jahr ohne Einschränkungen und im Winter mit für mich akzeptablen Einschränkungen mit einem Literpreis von 88,8Cent/Liter, bei einem ca. Mehrverbrauch von 20%, also für um die 1,20€ im Vergleich zu 1,50€ bei Super und das bei moderaten Umbaupreisen von 400-500€.

Den Schalter hab ich übrigens im Motorraum verbaut, wo er mich nicht im geringsten stört oder den Innenraum verschandelt. Ich muss ja frühestens am Ende der Tankfüllung wieder umschalten und dann kann ich an der Tanke auch gleich mal eben die Haube öffnen.

Grüße, Andreas